lesen
und
Kontakt
Vitae
Aktuell
Repertoire
Hartmann & Wawrczeck
Konzept
Der Dichter Hans Christian Andersen, der vielleicht berˆºhmteste Sohn Dˆ§nemarks, war schon zu seinen Lebzeiten das, was man heute einen Popstar nennt: ein Dauergast auf dem Gesellschaftsparkett des 19. Jahrhunderts, in aller Welt geliebt und bewundert, stˆ§ndig auf Reisen. Seine wohl hartnˆ§ckigste Verehrerin war Lina von Eisendecher, die Hofratsgattin aus Oldenburg in Oldenburg, die trotz ihres konservativen Umfelds einen recht unverblˆºmten Fanbrief an ihr Idol schickte. Andersen antwortete ihr, und eine ˆºber zwei Jahrzehnte dauernde Brieffreundschaft entstand, die ihresgleichen sucht. Der verblˆºffende Umgang des Dichters mit der deutschen Sprache und die Reibung dieser sehr unterschiedlichen Persˆnlichkeiten machen den Briefwechsel zu einer echten Entdeckung und einem spannenden, anrˆºhrenden und ungemein amˆºsanten Erlebnis.
’Ä¢ Je mehr Fehler, desto besser ’Ä¢
Hans Christian Andersen und Lina von Eisendecher
buchen
’Ä¢ Briefe zwischen Himmel und Hˆlle ’Ä¢
Marilyn und der Papst - eine ungewˆhnlichere Korrespondenz wird man kaum finden. Und auch wenn es nur fiktiv sein mag, dass der sˆºˆüe Engel des Sex - wie Norman Mailer die Monroe nannte - und der Vatikan im regen Briefwechsel standen, vˆllig abwegig ist es nicht. Denn sowohl Marilyn Monroe, als auch Papst Johannes XXIII. waren vielschichtiger und ˆºberraschender, als ihr Image zunˆ§chst vermuten lˆ§sst. In Dorothea Kˆºhl-Martinis Buch "Briefe zwischen Himmel und Hˆlle" wendet sich die Monroe in der Mitte der 50er Jahre an den heiligen Vater in der Hoffnung, bei ihm Antworten zu finden, die ihr Hollywood nicht geben kann. Daraus entsteht eine provokative, geistreiche und berˆºhrende Begegnung zweier Ikonen des 20. Jahrhunderts.
Marilyn Monroe und Papst Johannes XXIII.
Peter Tschaikowsky und Nadeshda von Meck
Peter Tschaikowsky gilt heute als der wohl bedeutendste russische Komponist des 19. Jahrhunderts. Seine Schˆºchternheit und der Grad seiner Sensibilitˆ§t waren legendˆ§r. Immer wieder von depressiven Stimmungen eingeholt, fand er in Nadeshda von Meck nicht nur eine groˆüzˆºgige Gˆnnerin, die ihm finanzielle Unabhˆ§ngigkeit verschaffte, sondern auch eine kongeniale Briefpartnerin. Mit ihr konnte er sich in beeindruckender Offenheit ˆºber seine Erfolge und Miˆüerfolge, seine Freuden und Enttˆ§uschungen, ˆºber kˆºnstlerische und religiˆse Fragen sowie - nicht zuletzt - ˆºber seine Homosexualitˆ§t austauschen. Gesprochen haben sich die beiden kein einziges Mal. Eintausendzweihundertundvier Briefe haben sie sich zwischen 1876 und 1890 geschrieben. Sie legen ein fast lˆºckenloses biografisches Zeugnis jener Jahre ab und vermitteln uns die Fˆºlle der Gedanken und Emotionen Tschaikowskys. Ein faszinierendes und in seiner Art wohl einmaliges Dokument der Musikgeschichte.
’Ä¢ Teure Freundin ’Ä¢
Der bekannte Autor des Antikriegsdramas ’ÄûDrauˆüen vor der Tˆºr’Äù schrieb in Gedichten und Prosa wahre Hymnen an das Leben. Fˆºhlbare Szenen vom nasskalten Hafenviertel, vom Teergeruch, von Mˆ§dchen und Vergnˆºgen und von groˆüen Dampfern Richtung ˆúbersee. Die Vielfalt seines beeindruckenden Werks in einer viel zu kurzen Schaffensperiode kann man jetzt mit Maria Hartmann und Jens Wawrczeck neu entdecken. Die beiden Schauspieler nehmen ihre Zuhˆrer mit auf einen spannenden Tˆrn. Mutig, humorvoll, poetisch und verblˆºffend modern.
’Ä¢ Kˆºkenfederleicht und Katastrophentrˆ§chtig ’Ä¢
Ein Wolfgang Borchert Abend
’Ä¢ Geliebter Lˆºgner ’Ä¢
George Bernhard Shaw und Stella Patrick Campbell
Den Schriftsteller George Bernhard Shaw und die Schauspielerin Stella Patrick Campbell verband eine ebenso kratzbˆºrstige wie leidenschaftliche Zuneigung. Ihr Briefwechsel "Geliebter Lˆºgner", von Jerome Kilty dramatisiert, hat seit Jahrzehnten einen Stammplatz auf deutschen Bˆºhnen. ¬Ý Der Dichter und die britische Aktrice - neben Sarah Bernhardt und Eleonora Duse eine der groˆüen Theaterschauspielerinnen des 19. Jahrhunderts - lieferten sich einen geistreichen, frechen, ironischen und brillanten Schlagabtausch. Sie umgarnen und ˆºbertˆlpeln sich, suchen Nˆ§he und wahren doch die Distanz. Ihren Briefen und Texten zuzuhˆren, bedeutet ein intellektuell-sinnliches Vergnˆºgen.
’Ä¢ Die Leidenschaft ist der Schlˆºssel zur Welt ’Ä¢
Bettine von Arnim und Hermann von Pˆºckler-Muskau waren beide schillernde, hochbegabte und exzentrische Persˆnlichkeiten. Sie lernten sich 1831 im Berliner Salon der Rahel von Varnhagen kennen und waren fasziniert voneinander. Frei von Spannungen blieb ihr Verhˆ§ltnis freilich nicht. Bettines Natur, Dinge und Menschen leidenschaftlich zu ˆºberhˆhen, sie zu idealisieren, und Pˆºcklers ironische Begabung, sein Humor und Lebens- Leichtsinn vertrugen sich nicht immer. Auch fˆºhrte die elementare Rolle, die Johann Wolfgang von Goethe in Bettines Leben spielte, zu manchem Miˆüverstˆ§ndnis. Ihr Briefwechsel gibt uns einen lustvollen und erkenntnisreichen Einblick in das Leben dieser beiden Ausnahmeerscheinungen, ins kˆºnstlerische und gesellschaftliche Geschehen jener Zeit. Dabei verschafft uns der Reichtum, die Eleganz und Differenziertheit ihres Sprachstils einen Hochgenuss. Eine vergangene Welt, die mit ihren urmenschlichen Konflikten und Beobachtungen auch heute noch von hˆchstem Interesse ist.
Bettine von Arnim und Hermann von Pˆºckler-Muskau
Abaelard und HeloˆØse
Die Geschichte von Abaelard und HeloˆØse ist die aufregendste, dramatischste und denkwˆºrdigste Liebesgeschichte des Mittelalters. Und was das Erstaunlichste ist: sie ist wahr! Obwohl mehr als 800 Jahre vergangen sind, berˆºhrt uns die Leidenschaft und das tragische Schicksal dieser amour fou unmittelbar. Die Briefe zwischen dem scharfsinnigen Theologen Abaelard und seiner schˆnen blutjungen Studentin HeloˆØse legen Zeugnis ab von einer Liebe, die selbst durch den grausamen Akt der Entmannung nicht zerstˆrt werden konnte.
’Ä¢ Die Tragˆdie einer grossen Liebe ’Ä¢
Diese Frage stellte die 24jˆ§hrige unbekannte Bankangestellte Hedy Kempny dem berˆºhmten 57jˆ§hrigen Arthur Schnitzler. Bald darauf gingen sie spazieren, und es folgte eine Liebesbeziehung besonderer Art, die bis zum Tode Schnitzlers dauerte. Er war fˆºr sie Vater, Beschˆºtzer, Seelenfreund, und sie wˆºnscht jedem jungen Mˆ§dchen einen Arthur Schnitzler im Leben. Fˆºr ihn sieht es anders aus: von der Idee des Alterns und Sterbens gepeinigt, begehrt er sie. Ein ungleiches Paar. Ein inspirierendes Dokument einer ungewˆhnlichen Beziehung.
Arthur Schnitzler und Hedy Kempny
’Ä¢ Wollen Sie mit mir spazierengehen? ’Ä¢
’Ä¢ Herzzeit ’Ä¢
Ingeborg Bachmann und Paul Celan gehˆren zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern nach 1945. Ihre Liebesbeziehung beginnt im Wien der Nachkriegszeit. Die Briefe sind das bewegende Zeugnis zweier Menschen, die sich liebten und gegenseitig verletzten, sie sind in ihrem tragischen Glanz so einzigartig wie verstˆrend.
Ingeborg Bachmann und Paul Celan
Anton Tschechow und Olga Knipper
Gerademal fˆºnf Jahre konnten Olga Knipper und Anton Tschechow miteinander verbringen. Als sie sich 1899 trafen - sie eine gefeierte Schauspielerin des Stanislawski-Ensembles, er der grosse Erneuerer der russischen Literatur -, war der Schriftsteller bereits seit vielen Jahren von Tuberkulose gezeichnet. Der Tatsache, dass die beiden die lˆ§ngste Zeit ihres gemeinsamen Lebens getrennt verbracht haben, verdanken wir die Existenz hunderter von Briefen. Sie zeugen von einer nicht unkomplizierten und vielleicht gerade deshalb so berˆºhrenden Beziehung zweier Ausnahmekˆºnstler.
’Ä¢ Mein ferner geliebter Mensch ’Ä¢
Aus Fanny Mendelssohn Bartholdy, verheiratete Hensel, sollte nie eine professionelle Musikerin werden. Zwar war sie eine hochbegabte Komponistin und Pianistin, doch zum Star der Familie avancierte ihr vier Jahre jˆºngerer Bruder Felix, der von Johann Wolfgang von Goethe als Wunderkind gefeiert wurde.¬Ý Obwohl Gleichberechtigung noch ein Fremdwort war, begegnen wir in dem Briefwechsel der beiden nicht nur einer auˆüergewˆhnlich intensiven Geschwisterliebe, sondern auch einem Dialog auf Augenhˆhe. Felix und Fanny Mendelssohn lassen uns Anteil nehmen an ihrem aufregenden Leben, und geben uns einmalige persˆnliche, musikalische und historische Einblicke. Eine spannende, hˆchst unterhaltsame Reise in die erste Hˆ§lfte des 19.Jahrhunderts.
Felix Mendelssohn Bartholdy und Fanny Hensel
’Ä¢ Jetzt hˆrt alle mal zu ’Ä¢
ein amˆºsanter Ritt durch die Beziehungskiste
Gute Miene zum bˆsen Spiel, glˆ§nzende Fassaden vor brˆckelnden Ruinen.... der Fˆ§cher zwischenmenschlicher Missverstˆ§ndnisse und skurrilen Unglˆºcks ist groˆü. Maria Hartmann und Jens Wawrczeck geben Ihnen in ihrer Lesung einen tragikomischen Einblick in den Kosmos menschlicher Abgrˆºnde, die uns allen nicht unbekannt sein dˆºrften.
’Ä¢ Eheglˆºck und andere Katastrophen ’Ä¢
’Ä¢ Schwarz, schwˆ§rzer, am Schwˆ§rzesten ’Ä¢
Mit ¬Ýteuflischem Vergnˆºgen haben Maria Hartmann und Jens Wawrczeck ihren ganz eigenen Mix aus literarischen Skurilitˆ§ten, Grotesken und Fantastereien zusammengestellt. Wer unerwartete und schwarzhumorige Wendungen liebt, wer das Ungewˆhnliche sucht und offen fˆºr das Schˆn-Schaurige ist, kommt hier auf seine Kosten.
ein Mix aus literarischen Skurrilitˆ§ten, Grotesken und Fantasierereien